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26. November 2018

LIBERALE FRAUEN zu Besuch bei Aix-la-Sports e.V.

Besuch des Vereins "Aix-la-Sports" in der Elisabethhalle Aachen
LIBERALE FRAUEN zu Besuch bei Aix-la-Sports e.V. in der Elisabethhalle in Aachen. Fotos: Stefan Steins

Aachen. Beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe beim Betreten der Elisabethhalle in Aachen nicht nur von den imposanten Marmorsäulen im Foyer, sondern auch von dem regen Schwimmbetrieb, der am vergangenen Samstag dort herrschte.

Die LIBERALEN FRAUEN des Kreisverbandes Aachen hatten dorthin eingeladen, um die Tätigkeit des Vereins „Aix-la-Sports“ näher kennenzulernen und insbesondere die Erfolgsgeschichte des mehrfach ausgezeichneten Vereins zu erfahren.

Aix-la-Sports e.V. engagiert sich seit 2015 in der Flüchtlingsarbeit, speziell im Bereich der Nichtschwimmerausbildung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Das Projekt findet in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Sport der Stadt Aachen und den Jugendhilfeeinrichtungen statt.

Christine Weber, Geschäftsführerin des Vereins, gab zu Beginn einen Überblick über die Herausforderungen bei der Integrationsarbeit im Schwimmsport. Besonders junge Flüchtlinge, die einen langen und schweren Weg über See hinter sich haben, leiden oft an traumatischen Erlebnissen. Hier erfordert es viel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl, um Zugang zu den entwurzelten Kindern und Jugendlichen zu bekommen und Vertrauen aufzubauen. Für diese besondere Flüchtlingsarbeit musste Christine Weber sich zunächst einmal psychologisches Fachwissen aneignen.

Wegen der tiefen Ängste dieser Menschen sind unerwartete Reaktionen oft nicht vorhersehbar, hier gelte es ruhig und besonnen zu handeln. So schilderte sie ein Ereignis, bei dem ein geübter Schwimmer ganz plötzlich unterging, weil er im Wasser ein Déjà-vu erlebte.

Ein Großteil der Flüchtlinge sei Nichtschwimmer, vorwiegend die Mädchen. „Wenn man bedenkt, dass viele Mädchen hier zum ersten Mal einer sportlichen Aktivität nachgehen, wundert es nicht, dass sie länger brauchten als die Jungen“, weiß Christiane Weber. Manche von ihnen seien noch nie in ihrem Leben in einem Schwimmbad gewesen. Jungen und Mädchen werden anfangs getrennt unterrichtet, wie es in diesen Kulturen üblich ist, Burkinas seien erlaubt aber keine Kopftücher, denn diese seien im Wasser zu gefährlich.

Ebenso engagiert wie Christine Weber ist ihr Mann Rolf als erster Vorsitzender des Vereins. Unter seiner Begleitung durften die Besucher sich in der Empore des Schwimmbades umsehen, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf die kunstvoll gestaltete Jugendstil-Schwimmhalle genießt.

In vier Kursen werden junge Flüchtlinge verschiedener Altersstufen ab 5 Jahren unterrichtet, wobei ein solcher Kurs in der Regel über einen Zeitraum von 28 Stunden geht. Am Ende muss frei geschwommen werden, um den Kurs erfolgreich zu beenden, ansonsten wird solange weiter trainiert, bis das Ziel erreicht ist. Es ist auch möglich, das Seepferdchen- und das Bronzeabzeichen abzulegen. Nach der Schwimmausbildung steht den Jugendlichen auch frei, den öffentlichen Bereich des Schwimmbades zu nutzen und dort Kontakte zu knüpfen.

Sprachprobleme gibt es übrigens keine, denn von den ehemaligen Schülern konnten einige als ehrenamtliche Trainer „rekrutiert“ werden, die zusammen über 15 verschiedene Sprachen beherrschen. Besonders talentierte und sprachbegabte Jugendliche haben die Möglichkeit, als Schwimmlehrer ausgebildet zu werden, um dann im Verein aktiv als Trainer tätig werden.

Christine Weber sprach schließlich auch die schwierige Finanzierung des Projekts an, die ihr zunehmend Sorge bereite. So opfere sie persönlich viel Freizeit mit dem Erkunden und Beantragen von finanziellen Fördermöglichkeiten, um den großen Erfolg der Integrationsarbeit nicht zu gefährden.

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