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FDP Kreisverband Aachen-Land

Konstantin Theuer feiert 80. Geburtstag

03. November 2018

Politisches Urgestein, Konstantin Theuer wird 80 Jahre alt. Seit 1964 ist er politisch aktiv. Immer noch im Vorstand.

Konstantin Theuer feiert 80. Geburtstag
Konstantin Theuer, ein Mann mit allseits geschätzter Erfahrung feiert am Sonntag seinen 80. Geburtstag. Foto: Patrick Nowicki.

Eschweiler. Konstantin Theuer, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Eschweiler, vollendet am 4. November 2018 sein 80. Lebensjahr. Geboren in Aachen-Burtscheid, erlangte er zunächst die „Mittlere Reife“ an der David-Hansemann-Schule in Aachen.

Er wählte eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann, die er 1958 erfolgreich abschloss. Seinen Wehrdienst leistete er an der Donnerberg-Kaserne ab und wurde schließlich zum Unteroffizier der Reserve befördert. In einer großen deutschen Versicherungsgesellschaft durchlief er alle Stufen der Hierarchie bis zur Ernennung zum Bezirksdirektor und Organisationsleiter. Der Ehemann und Vater zweier Kinder lebt seit 1979 in Dürwiß, wo er auch Mitglied der Narrengarde ist. Seine parteipolitische Laufbahn begann er am 1. August 1964 als Mitglied der FDP. Zwischen 2004 und 2009 führte er die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Eschweiler als Fraktionsvorsitzender. Im Vorstand der FDP ist er zurzeit als stellvertretender Schatzmeister tätig.

Wir sprachen mit Konstantin Theuer anlässlich seines runden Geburtstages. Sein gesundheitlicher Status, so bestätigte er uns, verlange ihm zurzeit schon einiges ab. Aber er könne damit umgehen. Es gebe immerhin eine Menge Leute, denen es weitaus schlechter gehe. „Klagen“ sei für ihn jedenfalls keine Option. Als langjähriger Zeitzeuge der FDP-Bundespolitik, aber auch der Entwicklung seiner Partei vor Ort, verfügt er über eine enorme Erfahrung. Mit großer Besorgnis sehe er, dass Staat und Verwaltung ihren Aufgaben heutzutage in vielerlei Hinsicht gar nicht mehr gerecht werden könnten. Stichworte wie „Hambach“ oder „G20-Gipfel in Hamburg“ bringen den Grandseigneur der lokalen FDP oft ins Grübeln: „Wir haben klare, definierte Gesetze in Deutschland. Leider werden sie immer seltener zum Wohle der Bürger durchgesetzt. Die wachsweichen Urteile im Justizwesen leisten einem Mob Vorschub, der sich dieser Republik zusehends bemächtigt. Die Folgen davon werde ich zwar nicht mehr erleben, aber unsere Kinder und Enkelkinder schon. Leider wird auch unsere Polizei zurzeit ziemlich alleine gelassen.“ Für die augenblicklich ebenfall intensiv diskutierte Energiepolitik in Berlin und bei uns in der Region hat Theuer nicht viel Verständnis: „Atomkraft, Braunkohle, das wird leider nicht besonders differenziert, sondern viel zu emotional behandelt.“

Wir fragten Konstantin Theuer, wie er die politische Entwicklung in der Region bewerte. „Insgesamt kann man in Eschweiler noch zufrieden sein. Im Vergleich zu anderen Städten der Region läuft es nicht schlecht. In Baesweiler ist man uns in Sachen Stadtentwicklung vielleicht noch eine Nasenlänge voraus. Die ideologische Maxime der Grünen, die Indestraße zurückzubauen, trage ich in keiner Weise mit. Wir haben gezwungenermaßen in Eschweiler eine Umweltzone und wollen dann im Zusammenhang mit dem Rathaus-Quartier die Wollenweberstraße mit Autos vollstopfen? Wie soll das gehen? Sieht man mal von ein paar Details ab, fühle ich mich aber trotzdem in Eschweiler sehr wohl.“


„Wir haben klare, definierte Gesetze in Deutschland.
Leider werden sie immer seltener zum Wohle der Bürger durchgesetzt.
Die wachsweichen Urteile im Justizwesen leisten einem Mob Vorschub, der sich dieser Republik zusehends bemächtigt.“

Konstantin Theuer, FDP-Ratsherr in Eschweiler

Vor dem Hintergrund seines Alters und mit vollem Respekt fragten wir das Geburtstagskind schließlich, ob denn trotzdem noch Wünsche übriggeblieben sind, die man sich immer noch erfüllen könne. „Ja“, so Konstantin Theuer. „Ich wünsche mir, dass ich noch recht lange mit meiner Frau, meinen Kindern und Enkelkindern und der ganzen Familie in Ruhe leben kann und das wir hoffentlich noch einige Jährchen in unserer gewohnten Umgebung bleiben können. Das ist mein Wunsch. Ob das gelingt, ist die zweite Frage. Ich hoffe, die körperliche Leistungsfähigkeit bleibt mir erhalten. 24 Stunden in der Bude sitzen kann ich aber auch nicht. Als geborener Außendienstler war ich jahrzehntelang hunderttausende Kilometer auf Achse. Ich musste immer unter Leute und dass muss ich auch heute noch.“

Auf die zu diesen Anlässen häufig gestellte Frage „Würden Sie in Ihrem Leben heute alles nochmal so machen?“ antwortet Konstantin Theuer souverän: „Nein. Es ist alles so gelaufen, wie es sein sollte. Mit der Vergangenheit hab ich kein Problem.“ Sehr große Freude hat der Jubilar dann auch vor allem im Hier und Jetzt, wenn er sich verantwortungsvoll gemeinsam mit seiner Enkeltochter um deren zukünftige berufliche Karriere kümmert. Auch familiärer Stolz bahnt sich in Eschweiler am besten umgangssprachlich seinen Weg: „Et Kind hat immer jehört, wat Opa jesacht hat.“

von Paul Santosi
Eschweiler Zeitung, 03.11.2018

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