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Strukturwandel – Chancen und Möglichkeiten in der Euregio

24. November 2019

Spannende Fachvorträge durch Referenten aus Politik und Wissenschaft, Podiumsdiskussion und anschließendes Networking.

Strukturwandel – Chancen und Möglichkeiten in der Euregio
Fotos: Stefan Steins

Herzogenrath. Der Bezirksverband Aachen der FDP hatte zu diesem Thema in das Technologiezentrum Herzogenrath geladen. Es kamen zahlreiche Gäste, die sich von den Referenten über die vielen Möglichkeiten, die die Städteregion Aachen und das Umland bieten, informieren ließen. Der Bezirksvorsitzende Markus Herbrand MdB und Katharina Willkomm MdB für den Kreis Düren sowie der Spitzenkandidat für den Kreis Düren zur Kommunalwahl Klaus Breuer nahmen ebenfalls teil und konnten viel Input für ihre politische Arbeit mitnehmen.

Nach einem kurzen Bericht durch den Geschäftsführer des Technologieparks Michael Eßers über den Erfolg und die Ansiedlung von 80 Unternehmen und die gute Lage des Standorts, berichtete Dr. Werner Pfeil MdL aus dem Landtag über die Maßnahmen, die bereits in die Wege geleitet wurden um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu entbürokratisieren. Die Kooperation mit den Universitäten Lüttich und Maastricht funktioniert schon sehr gut. Ausgebaut werden muss der grenzüberschreitende ÖPNV. Für Arbeitnehmer, Auszubildende und Studierende ist es wichtig, dass die Verkehrsanbindung gut ist, genauso wie für die Unternehmen.

Christian Laudenberg von der IHK Aachen referierte über Gründungen und Start-ups. Diese seien besonders wichtig für die Euregio. Der Forschungsstandort Aachen und Jülich bietet gute Voraussetzungen für neue Innovationen. Die IHK unterstützt mit Gründerwettbewerben und Förderungen Menschen mit Ideen. Dazu gehört auch die Beratung über die Fallstricke bei einer Gründung. Neu gegründete Unternehmen schaffen Arbeitsplätze. Es muss aber noch viel getan werden, da ein Großteil der Neugründungen in den ersten fünf Jahren auch wieder scheitert. Da müssen wir an die Ursachen heran. Scheitern muss erlaubt sein, um aus den Fehlern zu lernen, sonst hat niemand mehr den Mut zu gründen.

IN4Climate ist eine 100%ige Tochter des Wirtschaftsministeriums unter dem FDP-Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. Als Geschäftsführer berichtete Samir Khayat über Sinn und Zweck dieses Unternehmens. Es unterstützt die technologieoffene Forschung und arbeitet mit Wissenschaftlern, Industrie und Politik zusammen. Aktuell wurde eine Kurzstudie zum Thema Wasserstoff herausgebracht, wo große Chancen gesehen werden, auch für unsere Region. Die Grenznähe bietet die Möglichkeit diese Technologie auch in die Niederlande und Belgien zu bringen. Weiterhin dient IN4Climat der Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele, weil gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren an der CO2-neutralen Industrie gearbeitet wird.

Martin Supancic berichtete über die Poligy GmbH, ein Start-up, welches sich zur Aufgabe gemacht hat mittels Bipolymeren aus der Abwärme von Kraftwerken Strom zu erzeugen. Er merkte an, dass es in Deutschland schwierig sei Investoren für Start-ups und Gründer zu finden. Anders als im angelsächsischen Raum, würden hier viele die Risiken scheuen. Eine Möglichkeit sind vielleicht Private Equity Fonds, wo die Risiken breiter gestreut werden. Sie bieten jungen innovativen Unternehmen die Möglichkeit sich zu finanzieren und aussichtsreiche Projekte zu ermöglichen.

Aus dem Digital Capability Center, hier steht eine digitalisierte Produktionsstraße für die Textilindustrie; erzählte Frederik Cloppenburg, wissenschaftlicher Mitarbeiter der RWTH, über die Chancen der Digitalisierung. In Bezug auf den grenzüberschreitenden Wirtschaftsverkehr konnte er auf ein Übersetzungsprogramm, welches auf künstlicher Intelligenz basiert, berichten. Dennoch würden, aufgrund der unterschiedlichen kulturellen Bedeutungen von Inhalten in Texten, auch künftig immer Übersetzer gebraucht. Dies gilt besonders im juristischen Bereich und im Vertragsrecht. Verschiedene Begriffe hätten in den verschiedenen Ländern unterschiedliche juristische Bedeutungen. Diese Komplexität kann nur von Menschen erfasst werden. Menschen würden weiterhin eine wichtige Rolle spielen, da der Computer nur das tut, was programmiert wurde und er ist immer von der Bedienung eines Mitarbeiters abhängig. Arbeit würde erleichtert und die Qualität der Arbeit würde steigen.

Nach so viel Input hatten die Teilnehmer die Möglichkeit ihre Fragen an die Referenten zu stellen. Dies wurde rege genutzt. Im Anschluss kam es beim Networking noch zum Austausch.

von Andrea Wolff
FDP-Bezirksverband Aachen

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