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Bombis: Industrie 4.0 voranbringen

08. August 2016

Städteregionaler Handwerks- und Mittelstandsdialog in Eschweiler

Städteregionaler Handwerks- und Mittelstandsdialog in Eschweiler
FDP-Politiker „Im Gespräch vor Ort“ mit Dr. Werner Pfeil, Petra Pabst und Ralph Bombis MdL (v. links).

Eschweiler. Im Zeitalter der Digitalisierung brauche es einen flächendeckenden Breitbandausbau in NRW, um unseren leistungsfähigen Mittelstand zu stärken, so Ralph Bombis in seinem Eingangsstatement beim Städteregionalen Handwerks- und Mittelstandsdialog in Eschweiler. Wenn wir die Initiativen „Industrie 4.0“ und „Handwerk 4.0“ nicht endlich voranbringen, werde unsere Wirtschaft zunehmend abgehängt, weil die Chancen der Digitalisierung ungenutzt bleiben. Hier sei die Landesregierung in der Verantwortung, um die Voraussetzungen für den Ausbau schneller Breitbandverbindungen zu schaffen.

Als Vorsitzender der Enquete-Kommission zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand in NRW machte sich Ralph Bombis im Rahmen der Handwerkstour 2016 zuvor ein Bild von den mittelständischen Betrieben im Aachener Raum. Begleitet wurde er dabei von Dr. Ingo Wolf, Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Euskirchen sowie von Dr. Werner Pfeil, Vorsitzender der FDP Aachen-Land.

Um dem Fachkräftemangel insbesondere im Handwerk entgegenzuwirken, bedarf es noch intensiver Bemühungen bei der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Auch die Gründungskultur müsse mit dem Abbau bürokratischer Hürden und der Vereinfachung von Regularien gefördert werden, etwa durch die Abschaffung des überflüssigen Tariftreue- und Vergabegesetzes, argumentierte Bombis in seinem Impulsreferat. Kritisch sah er auch den aktuellen Entwurf des Landesentwicklungsplans, kurz LEP genannt, der in seiner aktuellen Fassung die Bedürfnisse von Industrie und Handwerk nicht hinreichend berücksichtige und somit die Handlungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen einschränke, etwa bei der Wiedernutzbarmachung von Brachflächen.

Christian Braune, Chef der Eschweiler Liberalen, ergriff bei der anschließenden Diskussion das Wort, indem er auf die Problematik bei der Anerkennung handwerklicher Berufsqualifikationen innerhalb der EU hinwies. Dies sei besonders bei der Berufswahl junger Menscher eine ganz elementare Frage. Werner Pfeil, Vorsitzender der Liberalen im Kreisverband Aachen-Land und Mitglied im Zweckverband Region Aachen, wusste ebenfalls von den Schwierigkeiten grenzüberschreitender schulischer und beruflicher Ausbildungen zu berichten und verwies in diesem Kontext auf das von der FDP erarbeitete Strategiepapier zur Bündelung der gemeinsamen Kräfte in der Bildungs- und Wissenschaftsregion Aachen, welches genau hierfür konstruktive Lösungswege anbietet.

Ralph Bombis warb für die Etablierung einer beruflichen und handwerklichen Elite, die etwa der akademischen Elite gleichzustellen sei, um eine Gleichwertigkeit beider Ausbildungswege zu gewährleisten. Auch hier sei die Landesregierung in der Pflicht, stärker als bisher in berufliche Bildung zu investieren.

Citymanager Klaus-Dieter Bartholomy monierte die mangelnde Polizeipräsenz in der Eschweiler Innenstadt, was Handwerks- und Geschäftstreibende wegen zunehmender Einbrüche vor große Probleme stellen würde. Bombis unterstrich die Forderung nach mehr Sicherheit durch stärkere Polizeipräsenz und scherzte in puncto Aufklärungsquote: „Einbrecher haben den krisensichersten Job in NRW“.

Bild und Text: Stefan Steins

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