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Wer sich zur Wahl stellt, muss gewählt werden

16. Februar 2019

Bürgermeister-Wahl in Stolberg: Haas, Dovern und Engelhardt im Rennen

Bernd Engelhardt (FDP)
Ist bereits als Kandidat gewählt: Bernd Engelhardt (FDP). Foto: Jürgen Lange

Stolberg. Nominiert haben die Vorstände der Stolberger Koaltionsparteien ihre beiden Bürgermeisterkandidaten bereits Ende vergangenen Jahres. Am 29. November schickte der erweiterte Stadtverbandsvorstand der CDU einstimmig den 36-jährigen Feuerwehrbeamten Andreas Dovern ins Rennen.

Eine Woche später wählte am Nikolaustag der SPD-Stadtverbandsvorstand einmütig seinen Vorsitzenden Patrick Haas (37) zum Bewerber um das kommunale Spitzenamt.

Das alleine macht aber noch keinen Bürgermeisterkandidaten. Eine formale Wahlkonferenz der Parteien muss den Bewerber wählen. Dabei gilt es einiges zu beachten. Wer abstimmt muss beispielsweise am Tag der Bürgermeisterwahl wahlberechtigt sein. Eine Niederschrift muss gefertigt und unterschrieben werden, die später das Wahlamt prüft, und so fort.

Diese Formalien hat Bernd Engelhardt bereits hinter sich gebracht. Am 16. Januar erledigte das der Ortsparteitag der FDP ohne Pomp und Umstände im geschlossenen Kreise der Liberalen. Anders die beiden anderen Kandidaten.

Freitagabend bleiben bei ihrer Stadtwahlkonferenz Stolbergs Sozialdemokraten zwar auch unter sich, aber fast alles, was Rang, Namen und Parteibuch in der Region hat, kommt ins Gut Kranensterz – allen voran Ex-Bundeskanzlerkandidat Martin Schulz aus Würselen. Außerdem wollen die Bundestagsabgeordnete Claudia Moll, Landtagsabgeordneter Stefan Kämmerling sowie die Bürgermeister aus Eschweiler und Würselen, Rudi Bertram und Arno Nelles, Grußworte an die Delegiertenkonferenz richten. Zudem werden MdEP Arndt Kohn, MdL Eva Voigt-Küpper, der Stolberger Erste Beigeordneten Robert Voigtberger, die stellvertretende Städteregionsrätin Christiane Karl sowie Orts-, Arbeitsgemeinschaften und der Unterbezirksvorstand erwartet.

Patrick Haas zum Bürgermeisterkandidaten wählen, dürfen bei den Sozialdemokraten traditionell lediglich die von den drei Ortsvereinen bestellten Delegierten. Exakt 32 Delegierte dürfen ihre Stimme abgeben, nachdem der Gymnasiallehrer seine politischen Ideen skizziert hat. Im Anschluss werden für den geselligen Teil „einige Überraschungen“ versprochen. Der breiten Öffentlichkeit will sich Haas bei einer weiteren Veranstaltung vom 26. März in der Burg präsentieren.

Noch Zeit bis zum 8. April

Anders handhaben das die Christdemokraten. Sie laden neben der breiten Parteiprominenz die breite Öffentlichkeit ein für Montag, 18. Februar. Ab 19 Uhr ist jeder Interessent willkommen im Museum Zinkhütter Hof. Der große Unterschied: Bei der CDU darf jeder – am 26.Mai – Wahlberechtigte unter den insgesamt rund 550 Mitgliedern in Stolberg über die Kandidatur von Andreas Dovern als Bürgermeister abstimmen. Auch er skizziert zuvor seine politischen Ideen. Darüber hinaus darf Parteivorsitzender Jochen Emonds nicht nur den Staatssekretär im Düsseldorfer Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Dr. Jan Heinisch, als Festredner begrüßen.

Als Selbstverständlichkeit gilt, dass Städteregionsrat Tim Grüttemeier seinem gewünschten Nachfolger als Bürgermeister beistehen wird. Und ähnlich wie bei den Genossen hat auch bei den Christdemokraten alles, was in der Region Rang und Namen hat, sein Kommen zugesagt. Angefangen von MdEP Sabine Verheyen über den stellvertretenden Städteregionsrat Axel Wirtz bis hin zum Technischen Beigeordneten Tobias Röhm und der Riege von Bürgermeistern, Orts-, Stadtverband aus der Städteregion und dem Kreisvorstand unter Führung des ehemaligen Landtagsabgeordneten Hendrik Schmitz.

Vor allem aber erwartet die CDU zahlreiche Vertreter Stolberger Vereine, Initiativen und Gruppierungen, die eigens eingeladen worden sind.Neben einem musikalischen Rahmenprogramm bieten im Anschluss an den offiziellen Teil die Christdemokraten einen Umtrunk an, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mit den Bewerbern von CDU, SPD und FDP muss der Wahlzettel für den 26. Mai aber noch nicht komplett sein. Zwar haben Linke und Grüne angekündigt, nicht für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Vorschläge können bis zum 48. Tag vor der Wahl eingereicht werden beim Wahlleiter: Die Frist dazu endet erst am Montag, 8. April, um 18 Uhr. Früher wäre besser, da die Unterlagen geprüft werden müssen.

Aachener Zeitung, 15.02.2019

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