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Aussichtsreiche Plätze für „Aachener Trio“

22. November 2016

Freie Demokraten haben am Wochenende bei der Landeswahlversammlung in Neuss ihre Listen für die Landtagswahlen und die Wahlen zum Deutschen Bundestag 2017 aufgestellt.

Liberale aus Aachen erreichen hervorragende Listenplätze in Neuss.
Liberale aus Aachen erreichen hervorragende Listenplätze in Neuss.

Neuss. Am Wochenende wählten die Freien Demokraten in Nordrhein-Westfalen ihre Landeslisten zur Landtags- und Bundestagswahl 2017. Aus der Städteregion Aachen sowie aus dem Kreis Heinsberg bewarben sich Dr. Werner Pfeil und Stefan Lenzen, Fraktionsvorsitzende im Zweckverband Aachen bzw. im Heinsberger Kreistag, für einen Platz auf der Landesliste. Mit über 86 % bzw. 81 % wurden Dr. Pfeil auf den 12. bzw. Stefan Lenzen auf Platz 22 gewählt. Beide können auf einen Einzug in den Landtag hoffen. Die Freien Demokraten erzielten bei der Landtagswahl 2012 8,6 % und 22 Sitze. Umfragen sehen die Liberalen bei sieben bis neun Prozent.

Darüber hinaus wurde der Bezirksvorsitzende Markus Herbrand aus dem Kreis Euskirchen mit über 76 % auf den 12. Listenplatz zur Bundestagswahl gewählt. „Wir freuen uns über das große Vertrauen der Partei und gehen gemeinsam motiviert in den Wahlkampf“, kommentiert das Aachener Trio die Wahlergebnisse.

Ebenfalls am Wochenende beschloss der Landesparteitag mit großer Mehrheit das Landtagswahlprogramm für 2017. Die Freien Demokraten fordern darin ein Ende des Bildungsföderalismus. „Bildung muss nationale Aufgabe werden. Der Bildungsföderalismus schadet unseren Kindern. Der Bund muss sich an der Finanzierung der Schulen beteiligen dürfen“, erläutern Dr. Pfeil und Stefan Lenzen die Forderungen der FDP. „Wir wollen freie Schulen. Die einzelne Schule weiß selbst am besten, was gut für ihre Schüler ist. Das bedeutet auch, dass die Gymnasien selbst entscheiden können, ob sie das Abitur nach acht oder nach neun Jahren anbieten.“

Stefan Lenzen stellt klar wofür er steht und später auch im Landtag kämpfen will: „Unsere Kinder verdienen die beste Bildung. Außerdem kämpfe ich für eine Landesregierung, für die das Konnexitätsprinzip kein Fremdwort ist. Und unser Mittelstand muss von bürokratischen Fesseln befreit werden, damit er Luft zum Atmen hat.“ Vor allem seien Unternehmensgründer betroffen: „Wir wollen ein bürokratiefreies Jahr. In der kritischen Startphase sollen sich Gründer ganz auf ihr Unternehmen konzentrieren.“

Dr. Werner Pfeil kritisierte die rot-grüne Landesregierung besonders in der Bildungs-, Finanz- und Wirtschaftspolitik. „Ich fordere mehr grenzüberschreitende Zusammenarbeit, auch im Ausbildungs- und Hochschulbereich. Aber auch im Hinblick auf das Kernkraftwerk Tihange gilt es, über die Grenzen hinweg gemeinsam zu handeln. Denn mögliche Katastrophen machen vor keiner Grenze halt und daher kann ich die Sorgen der Menschen in der Grenzregion sehr gut nachvollziehen. Unter dem Sicherheitsaspekt sehe ich weiteren Bedarf, auch beim Katastrophenschutz grenzüberschreitend zusammen zu arbeiten.“

Markus Herbrand forderte in seiner Rede eine wirkliche Steuerstrukturreform ein und zeigte weitere Handlungsfelder in der Finanz- und Wirtschaftspolitik auf. Der 45jährige Steuerberater aus Gemünd will sein Fachwissen und seine beruflich gemachten Erfahrungen mit den Sorgen und Nöten der kleinen und mittelständischen Unternehmen in den Bundestag einbringen: „Bürokratie kostet Zeit, Nerven und Geld – Geld, das an anderer Stelle fehlt.“ Herbrand verwies aber auch auf den Datenschutz und den Kampf um die Bürgerrechte, die ganz oben auf seiner Agenda stehen.

„Beste Bildung für unsere Kinder, weniger Bürokratie für Mittelstand und Gründer und bessere Finanzausstattung für unsere Städte und Gemeinden - dafür wollen wir kämpfen. Für unsere Region in Düsseldorf und Berlin“, so Herbrand, Pfeil und Lenzen abschließend.

Pressemitteilung des FDP-Bezirksverbands Aachen vom 22. November 2016

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