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Freie Demokraten trauern um Hildegard Hamm-Brücher

09. Dezember 2016

Dr. Hildegard Hamm-Brücher

Sie war die Grande Dame des Liberalismus in Deutschland: Hildegard Hamm-Brücher hat sich nie verbiegen lassen und entgegen aller Widerstände, blieb sie bis zuletzt eine moralische Instanz. Die langjährige FDP-Politikerin und streitbare Demokration ist im Alter von 95 Jahren gestorben.

Sie war Staatsministerin im Auswärtigen-Amt, sie trat 1994 als Bundespräsidentschaftskandidatin an. Diese beiden Rollen, aber auch ihr gesamtes politisches Wirken machten sie für viele zur "Grande Dame" der FDP.

Hamm-Brücher kam am 11. Mai 1921 als Hildegard Brücher zu Welt. Mit zehn Jahren verlor sie ihre Eltern, wuchs mit vier Geschwistern bei der Großmutter auf. Nach dem Krieg arbeitet sie zunächst als Journalistin, ging dann aber früh in die Politik.

1948 zog sie in den Münchner Stadtrat und kurze Zeit später als jüngste Abgeordnete der Liberalen in den bayerischen Landtag ein. Dort kümmerte sie sich vor allem um die Bildungspolitik und legte sich mit der CSU an.

Wechsel in die Bundespolitik

1976 wechselte Hamm-Brücher nach Bonn. Auch dort war sie eine prinzipientreue Kämpferin in der sozialliberalen Koalition als Staatsministerin im Auswärtigen Amt. Der Koalitionsbruch führte zum ersten Zerwürfnis zwischen Hamm-Brücher und ihrer Partei.

Ihren letzten großen Auftritt auf politischer Bühne hatte Hamm Brücher 1994 als Präsidentschaftskandidatin der FDP. Doch die Liberalen votieren im letzten Wahlgang für den Unionskandidaten Roman Herzog.

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