FDP Kreisverband Aachen-Land

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Liberale Frauen besuchen den Landtag NRW

30. Januar 2017

Pressemitteilung vom 30.01.2017

Liberale Frauen besuchen den Landtag NRW
Im Vordergrund Angela Freimuth MdL, schräg dahinter Dagmar Göbbels, Kreisvorsitzende der Liberalen Frauen mit den Teilnehmern aus Eschweiler und den jungen Mädchen aus Köln.

Düsseldorf. Die Liberalen Frauen im Kreis Aachen-Land sind der Einladung von Yvonne Gebauer MdL und Angela Freimuth MdL gefolgt, den Landtag einmal in Aktion zu erleben.

Nicht nur die Architektur mit hellen Arbeitsräumen und Blick auf den Rhein faszinierten - insbesondere die Arbeitsweise, der Sitzungskalender und die Vielzahl der Ausschüsse gaben ein guten Eindruck von der Arbeit der Abgeordneten.

Als Höhepunkt konnten wir die heftige Diskussion im Plenarsaal verfolgen zum Fall Amri zwischen Minister Jäger, den Regierungsparteien und der Opposition. Wie uns später erklärt wurde, verläuft nicht jede Sitzung im Plenarsaal derart kontrovers und emotionsgeladen. Überlicherweise ist nach einer Stunde Plenum der Besuch mit einer Gesprächsrunde gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten und anschließendem Kaffee und Kuchen beendet.

Doch wir hatten das große Glück, in unserer Besuchergruppe mit 13 bis 15 Mädchen verschiedenster Altersstufen, mit und ohne Migrationshintergrund zusammen zu treffen. Diese wurden von der Koordinatorin Sabine Osbelt im Namen des Vereins „Lobby für Mädchen“, Köln eingeladen.

Eine Dolmetscherin musste zu Beginn die Fachbegriffe übersetzen, in der späteren Diskussion trauten sich die jungen Mädchen sogar, auf Deutsch Fragen zu stellen, obwohl ihr Aufenthalt in Deutschland unter einem Jahr lag und sie lange auf Sprachkurse warten mussten.

Diese Mädchen und jungen Frauen stammen hauptsächlich aus Syrien und dem Irak und haben das Ziel, soviel wie möglich zu lernen. Zur Sprache kam hier das Hauptproblem: keine Wohnung, keine Arbeit, Langeweile, weil zur Untätigkeit gezwungen und wenig Kontakt zu Einheimischen. Der Kölner Verein versucht, sie zu unterstützen und ihnen neben Beratungsarbeit auch Raum für Freizeitgestaltung zu bieten.

Während der Kaffeepause haben wir Eschweiler uns an den verschiedenen Tischen verteilt und viel über ihre momentane Lebenssituation erfahren. 7 wohnen mit ihrer gesamten Familie seit 9 Monaten in Turnhallen auf wenigen Quadratmetern, ohne Sichtschutz vor den anderen. 200 Personen mit wenigen Duschen, ohne Kochmöglichkeit, ohne Rückzugsort, um in Ruhe lernen zu können.

Angela Freimuth erklärte, dass in ihrem ländlichen Wahlkreis Wohnungen und Arbeit bereit ständen. Der Wille der betroffenen Familien ist da, aber die Bürokratie lässt ein Wechsel des Wohnortes nicht zu. Uns wurde schnell klar, dass sich der Einsatz zur Integration vieler Familien aus den Kriegsländern lohnt.

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