FDP Kreisverband Aachen-Land

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Frank Schniske

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für den Wahlkreis Aachen II

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Termine

05. Juli 2017, 19:30 Uhr
Bundespolitischer Diskussionsabend in Herzogenrath

07. Juli 2017, 18:00 Uhr
Eröffnung des digitalHUB Aachen

11. Juli 2017, 19:00 Uhr
KV-Vorstandssitzung der FDP Aachen-Land

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Ein Europäer, Karnevalist und Anwalt

02. Mai 2017

Dr. Werner Pfeil
Vor St. Sebastian in Würselen: Dr. Werner Pfeil will den Sprung vom Städteregionstag in den Landtag schaffen. Foto: Verena Müller

Würselen. Zeit zum Abschalten braucht Dr. Werner Pfeil eigentlich nicht. Er arbeitet nun mal gerne, das ist sein Naturell. Ob als Rechtsanwalt in seiner Kanzlei in Stolberg, als FDP-Landtagskandidat oder als AKV-Präsident. Entspannen kann er aber trotzdem – auf seine Art.

Zum Beispiel, wenn er sich in Stadt- und Regionalgeschichte vertieft. „Das liebe ich“, sagt Pfeil. Historische Ansichten von Straßenzügen mit dem Ist-Zustand abzugleichen etwa. Da ist es wenig überraschend, dass ihm die stadthistorische Sammlung von Helmut A. Crous, die der Aachener Karnevalsverein beheimatet, besonders am Herzen liegt. Oder dass sein Lieblingsort im Nordkreis St. Sebastian ist – „für Würselen schon ein tolles Gebäude“, findet Pfeil.

Die Nähe zur Heimat – aus Stolberg stammend, in Würselen wohnend – will Pfeil auch nicht aufgeben, wenn er am 14. Mai ein Mandat erhalten sollte. „Man muss eine gesunde Mischung haben“ findet er – also in Düsseldorf präsent sein, aber den Wahlkreis nicht vernachlässigen: „Zum politischen Dasein gehört, dass man die Probleme vor Ort kennt und für die Bürger ansprechbar bleibt.“ In der Kanzlei wolle er deshalb kürzer treten, was bei sechs Kollegen gut zu händeln sei. Und bei seinem AKV-Amt will er nicht in die nächste Wahlperiode gehen. Für den Übergang stehen ihm zwei Stellvertreter zur Seite, die ihn entlasten können. „Ich musste lange überlegen, wie ich das alles unter einen Hut kriege, aber so haben wir eine gute Regelung getroffen“, sagt Pfeil.

Als sich abzeichnete, dass Dr. Ingo Wolf nicht mehr kandidieren würde, war der 51-Jährige schnell im Gespräch. Das ist inzwischen drei Jahre her.

Seine Entscheidung, der FDP beizutreten, liegt deutlich weiter zurück. „Nach meinem Referendariat war ich bei einer Parteiveranstaltung, auf der Genscher zu Gast war. Der hat mich total begeistert“, sagt Pfeil. Kurz darauf begann für ihn die sogenannte Ochsentour, vom Ortsverband bis in den Landesvorstand.

Im Moment ist der Terminkalender erwartungsgemäß voll: Podiumsdiskussionen, direkte Bürgeransprachen in Gegenden mit noch unentschlossenen Wählern – jeden Tag ist Pfeil unterwegs.

Was seinen Arbeitsstil anbelangt, so hält er sich für „teamfähig, aber bei manchen Themen kompromisslos“. Und da fällt dem überzeugten Europäer als erstes die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein. Das fängt bei der Ablehnung einer Maut für Ausländer an und hört bei der Forderung nach engerer Zusammenarbeit im Bildungsbereich auf. Binationale Abschlüsse, trinationale Abschlüsse, das sei die richtige Richtung, findet Pfeil, der Grenzen abbauen und keine neuen Barrieren schaffen will.

Kommunalpolitik sei in diesen Fragen zu schwerfällig – und auch rechtlich eingeschränkt – aber auf Landesebene könne man schon einiges bewirken. Beispiel Euregionale: laut Pfeil ein Fiasko. Statt kleinteilige Projekte zeitlich begrenzt zu fördern, solle man die Regionen lieber selbst entscheiden lassen, welche drei, vier größeren Maßnahmen man realisieren wolle und diese dauerhaft fördern. „Schwerpunkte setzen und weiter ausbauen“, sagt Pfeil, statt – wie bei der Euregionale geschehen – irgendwo Hängematten in die Landschaft zu setzen.

Außerdem gebe es zu viele Institutionen mit grenzüberschreitendem oder regionalem Anstrich, die im Grunde alle mit jeweils eigenem Verwaltungsapparat um dieselben Gelder kämpften.

Über die europäische Integration und umliegende Ortschaften könnte Pfeil wahrscheinlich endlos referieren, aber es gibt ja noch andere Themen, die im aktuellen Wahlkampf für ihn wichtig sind. Dazu gehören Verkehr und Wirtschaft. Infrastrukturprojekte würden viel zu langsam umgesetzt, bemängelt Pfeil, das gelte ebenso für das dritte Gleis für eine schnellere Verbindung zwischen den Seehäfen und dem Binnenland wie für den Straßenbau. Dass Bundesgelder bereitstünden, aber nicht abgefragt werden könnten, weil die Planungen noch nicht weit genug vorangeschritten seien, hält er für ein Unding.

Dem Wandel im Arbeitsleben Rechnung tragend, müssten flächendeckend die Netze besser ausgebaut werden, „um das Land zukunftsfähig zu machen“. Außerdem benötige man flexiblere Arbeitszeitmodelle. Und in dem Punkt gibt er der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) recht: Wechsel zwischen Teil- und Vollzeit müssten leichter vollzogen werden können.

„Es geht uns um die größtmögliche Freiheit zur Selbstgestaltung des eigenen Lebens“, fasst es Pfeil zusammen. Dazu sei aber nicht allein ein politischer Wandel, sondern in erster Linie ein Umdenken in den Köpfen erforderlich.

Ein schlechtes Zeugnis stellt er der Landesregierung – nicht nur der aktuell amtierenden – in der Schulpolitik aus. „Mit jeder neuen Regierung wurde daran herumgedoktert“, sagt Pfeil. Besser sei es, die Schulen könnten selbst entscheiden, ob sie zum G9 zurückkehren wollen, „denn in manchen Schulen funktioniert es gut in anderen nicht“. Bei der Inklusion habe man mit der Brechstange Fakten schaffen wollen, „zum Nachteil der Gehandicapten, zum Nachteil der anderen Schüler, zum Nachteil der Lehrer“. Pfeil plädiert für ein Belassen der noch bestehenden Förderschulen und für Schwerpunktschulen, in denen mit der entsprechenden Personalausstattung vernünftig unterrichtet werden könne. „Für uns ist es wichtig, jedem die Möglichkeit zu geben, sein Leben und den Schulalltag so zu gestalten, dass er die für sich besten Ergebnisse erzielen kann.“

Mehr Personal für die Polizei – das fordern alle Landtagskandidaten im Nordkreis. Pfeil betont dabei die Notwendigkeit einer besseren Aufgabenverteilung. „Von unnötigen Schreibarbeiten entlasten“ müsse man die Beamten im Außendienst. Außerdem glaubt er, dass die 2000 neu eingestellten Polizisten nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind: „Die sind ja jetzt erst einmal in der Ausbildung. Und bis die fertig sind, gehen auch wieder viele Ältere in den Ruhestand.“ Auch für Realschüler solle der Berufszweig wieder geöffnet werden.

Von einer Unterscheidung zwischen Angestellten und Beamten hält er im Polizeidienst nichts. Erstens, weil er für gleiche Arbeit die gleiche Vergütung fordert und zweitens, „weil es sich um eine ureigenste Aufgabe des Staates handelt, deshalb ist eine Verbeamtung wichtig“.

Werner Pfeil steht auf Listenplatz 12. Er rechnet sich gute Chancen aus. Klar, sonst hätte er keine Vorkehrungen für seine Arbeit und sein Engagement im AKV getroffen. „Wir kämpfen für ein zweistelliges Ergebnis“, sagt er. Dass er keine Ziele hätte, kann man ihm nicht nachsagen.

Dr. Werner Pfeil (51) stammt aus Stolberg und wohnt in Lebenspartnerschaft in Würselen. Er ist Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Bau- und Mietrecht. Seit rund 15 Jahren ist er Mitglied des Kreistags, derzeit Kreis­vorsitzender der FDP Aachen-Land, stell­vertretender Fraktions­vorsitzender im Städteregionstag, Fraktions­vorsitzender der FDP im Regiorat und Beisitzer im Landesvorstand. Seit 2010 ist er Präsident des Aachener Karnevalsvereins.

von Verena Müller
Aachener Zeitung, 3. Mai 2017

 


 

THEMEN UND FRAGEN FÜR DIE PODIUMSDISKUSSION BEI KOLPINGSFAMILIE ALSDORF

Eine Podiumsdiskussion mit Landtagskandidaten des Wahlkreises 3 der Städteregion (Nordkreis) veranstaltet die Kolpingsfamilie Alsdorf. Die öffentliche Veranstaltung beginnt im Castorhaus, Im Brühl 1, 52477 Alsdorf, am Montag, 8. Mai, um 20 Uhr.

Ihre Teilnahme an der Diskussion zugesagt haben Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD), Hendrik Schmitz (CDU), Eva Maria Malecha (Grüne), Dr. Werner Pfeil (FDP), Kai Baumann (Piraten), Vanessa Heeß (Linke), Hans-Jürgen Bauer (AfD) und Guido Hinz (ÖDP).

Fragen und Themen, die Sie, liebe Leser und Leserinnen bewegen, können gerne der Lokalredaktion vorab mitgeteilt werden. Entweder per Brief oder Karte an die Lokalredaktion unserer Zeitung, Luisenstraße 16, 52477 Alsdorf, oder als Fax an die Nummer 02404/5511-49 oder per E-Mail direkt an den Moderator der Podiumsdiskussion, unseren Redakteur Karl Stüber, an die Adresse k.stueber@zeitungsverlag-aachen.de. Ihre Anmerkungen werden bei der Moderation entsprechend berücksichtigt.

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