FDP Kreisverband Aachen-Land

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FDP: Berufliche Bildung über Grenzen hinaus enger verzahnen

06. Mai 2020

Antrag: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung weiter stärken - Bestehende Initiativen und Angebote ausbauen und Auslandserfahrungen ermöglichen

Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Wissenschaft und Beteiligungen am 28.05.2020 und Sitzung des Städteregionsausschusses am 19.06.2020

FDP-Fraktion in der StädteRegion Aachen

Sehr geehrter Herr Königs,

hiermit möchten wir Sie höflich bitten, den Tagesordnungspunkt: „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung weiter stärken - Bestehende Initiativen und Angebote ausbauen und Auslandserfahrungen ermöglichen“ in die Tagesordnung des nächsten Ausschusses für Wirtschaft, Wissenschaft und Beteiligungen aufzunehmen.

Wir nehmen vollinhaltlich Bezug auf den Antrag, den der Landtag am 30.4.2020 beschlossen hat (Drucksache 17/9039).

Danach soll durch eine Informationskampagne über Inhalte und Kompetenzen der jeweiligen Berufsausbildungen und der beruflichen Möglichkeiten, über die jeweiligen nationalen Grenzen hinaus transparent und umfassend informiert, die bestehenden Angebote für Auslandspraktika und Austauschprogramme unter Einbindung der Arbeitgeber und Kammern intensiviert und das Angebot der Zusatzqualifikationen ausgebaut werden; immer mit dem Ziel, Kenntnisse über die unterschiedlichen Abschlüsse bei Unternehmen und Betrieben in der Grenzregion zu stärken und gleichwertige Kompetenzen in Form freiwilliger Angebote sicherzustellen.

Gerade in Grenzregionen muss es das Ziel sein, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die grenzüberschreitende Arbeitsplatzwahl sowie Unternehmen die grenzüberschreitende Rekrutierung von Fachkräften zu erleichtern. In den letzten Jahren wurde von unterschiedlichen Seiten versucht, Verbesserungen für die Menschen und Betriebe in den Grenzregionen zu erreichen. Seien es zentrale Datenbanken zur Information über die Anerkennung ausländischer Bildungseinrichtungen, weitergehende Informationen über Dauer und Inhalte von einzelnen Ausbildungsgängen, der Aufbau von Austauschprogrammen für Auszubildende oder beispielsweise das Angebot der Kammern von speziellen, auf Europa-Kompetenzen und Internationalität ausgerichteten Zusatzqualifikationen, wie dem Europakaufmann oder der Europakauffrau.

Wir nehmen im übrigen Bezug auf den Antrag, mit dem wir inhaltlich vollkommen konform gehen.

Die FDP-Fraktion sieht hier eine große Möglichkeit die StädteRegion wirtschaftlich weiter zu stärken und attraktiver für Unternehmen und Arbeitnehmer aber gerade auch Auszubildende zu gestalten. Wir sehen hierin auch ein AlleinsteIlungsmerkmal im Wettstreit der Regionen und einen möglichen Pluspunkt, der sich bei der Entscheidungsfindung in Bezug auf den Ausbildungsplatz der Jugendlichen positiv auswirken kann.

Daher stellen wir folgenden Beschlussvorschlag zur Abstimmung:

  1. Es sollen kurzfristig Gespräche mit der IHK und HWK geführt werden, mit dem Ziel, neben den bereits bestehenden Praktikaschwerpunkten eine Gruppe von ca. 10 weiteren zukunftsfähigen und von den Jugendlichen nachgefragten Ausbildungsberufen zu ermitteln, welche dann durch die geplanten Informationskampagnen weiter beworben werden.
  2. Eine Online-Informationskampagne mit IHK und HWK zu starten und in dieser über alle bestehenden grenzüberscheitenden Ausbildungsmäglichkeiten zu informieren. Beim Land sollen entsprechende finanzielle Mittel erfragt werden.
  3. Der Ausschuss für Schulen und Bildung und der Städteregionstag werden über die Punkte 1 und 2 umfassend und laufend, sobald es etwas Neues gibt, informiert.

Vielen Dank.

Mit freundlichem Gruß

Georg Helg
Fraktionsvorsitzender

gez.
Birgit Stadelmann

» Anhang: Drucksache 17/9039 (PDF-Datei, 109 KB)

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(Hans-Dietrich Genscher)