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FDP Kreisverband Aachen-Land

Kommunalwahlen: Würselens FDP schickt Frank Schniske ins Rennen

12. Februar 2020

Oberstudienrat kandidiert für Würselens Freidemokraten als Bürgermeister und soll die „bürgerliche Mitte“ ansprechen

Würselens FDP schickt Frank Schniske ins Rennen
Geschlossen in den kommunalen Wahlkampf: Frank Schniske (Mitte) kandidiert für das Amt des Bürgemeisters in Würselen. Ortsvorsitzender Markus Carduck und Fraktionsvorsitzender Hans Carduck (v.l.) sprechen von einem „Gegenentwurf im bürgerlichen Lager“. Foto: Yannick Longerich

Würselen. Der Oberstudienrat Frank Schniske kandidiert für Würselens Freidemokraten als Bürgermeister und soll die „bürgerliche Mitte“ ansprechen.

An der turbulenten Debatte um die Vorgänge in Thüringen kamen auch die hiesigen FDP-Kollegen des Ortsverbandes Würselen nicht vorbei. Dass die Freien Demokraten in ganz Deutschland aufgrund der Wahl von Thomas Kemmerich zum thüringischen Ministerpräsidenten derzeit massiver Kritik ausgesetzt sind, konnte Ortsverbandsvorsitzender Markus Carduck verstehen. Die Würselener FDP hofft, nicht unter dem Bundestrend der eigenen Partei leiden zu müssen.

Die „wahren Gegner“

Es gibt sicherlich angenehmere Momente, um den Startschuss für den kommunalen Wahlkampf einzuläuten. Frank Schniske, Oberstudienrat am Berufskolleg und derzeit Beisitzer im Vorstand des Ortsverbandes, wurde von den Parteifreunden im „Jägerhof“ Broichweiden einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Schniske zeigte sich mit Blick sowohl auf die bundesweiten Schlagzeilen als auch auf die Themen im Würselener Wahlkampf selbstbewusst. In der politischen Debatte seien Extremisten die „wahren Gegner“. Der 45-Jährige tritt gegen Roger Nießen (CDU, Grüne) und Stefan Mix (SPD) an.

Unter anderem als Direktkandidat für die Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Aachen II sowie als sachkundiger Bürger im „Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Senioren und demografischer Wandel“ in der Städteregion Aachen war Schniske in den vergangenen Jahren immer politisch aktiv. Seine politischen Ziele gliedert er in fünf Oberthemen.

In puncto Bildungspolitik sei ein flexibler und innovativer Ansatz in der Infrastruktur unersetzlich. Würselen müsse sich bewusst sein, dass die Konkurrenzsituation mit den Nachbarkommunen weiterhin große Investitionen erfordert. Ein Neubau des städtischen Gymnasium als ökonomische Alternative zur Sanierung müsse geprüft werden. Das in der Nachbarschaft befindliche Singergelände ist wenig überraschend ein zentrales Thema beim Thema Stadtentwicklung – Schniske drängt auf eine Entscheidung. Auch die offenen Fragen „Kronenbrot“ und „Kinkartz“ sollen geklärt werden: „Würselen wächst und wächst. Für die Stadt bedeutet dies, dass weiter gebaut werden muss. Wir können uns keinen Aufschub leisten.“

Verwaltung als Aushängeschild

Schniske hob ebenfalls die Attraktivierung des Unternehmerstandortes Würselen hevor. Besonders sogenannte Start-ups sollen in der Düvelstadt eine langfristige Heimat finden. Die Firma e.SAT , die in Kooperation mit der RWTH und der FH Aachen am Flugplatz Merzbrück am Silent Air Taxi forscht, sei hierfür ein Paradebeispiel. Die Mobilität werde sich weiter verändern – über 21.000 Pendler am Tag zählt die Stadt. Schniske möchte die Alternative zum Auto weiter fördern – das Projekt Regiotram ist für ihn äußerst interessant. In der Verwaltungsarbeit spricht sich der Kandidat für einen Neustart aus – die geleistete Arbeit müsse nach außen hin gestärkt werden. Rathaus und Verwaltung sollen – ausgestattet mit ausgewogener Personaldecke – das erste Aushängeschild der Stadt sein.

Hans Carduck, Fraktionsvorsitzender der FDP im Stadtrat, zeigte sich erfreut über die einstimmige Wahl des Kandidaten und prophezeite: „Wir werden einen Lagerwahlkampf erleben. Die bürgerliche Mitte hat mit Frank Schniske einen hervorragenden Kandidaten zur Wahl.“ Die Wiedereinführung der Stichwahl zur nächsten Kommunalwahl sieht er als Bereicherung, Schniske habe gute Chancen, an dieser teilzunehmen.“

Die Besetzung der Wahlkreise mit entsprechenden Kandidaten wird darüber hinaus bei einer noch nicht terminierten, für Mitglieder offenen Vorstandssitzung nachgeholt. Aufgrund der gerichtlich angeordneten Überprüfung und eventuellen Neuordnung der Wahlkreise muss das Ergebnis erst abgewartet werden.

von Yannick Longerich
Aachener Zeitung, 11. Februar 2020

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