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Deutschland braucht ein Update

14. Januar 2026

Neujahrsempfang der Liberalen Frauen Aachen in Eschweiler: Diskussion über Reformen und politische Weichenstellungen

Neujahrsempfang der Liberalen Frauen Aachen
Ein Abend für offene Debatten und klare Worte: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Neujahrsempfangs der Liberalen Frauen Aachen in Eschweiler. Foto: Uli Göbbels

Eschweiler. Deutschland steht am Wendepunkt – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Beim Neujahrsempfang der Liberalen Frauen Aachen in Eschweiler wurde deutlich: Die Probleme reichen weit über parteipolitische Grenzen hinaus. Zu Gast war Alexander Steffen, Mitglied des Landesvorstands der FDP NRW, bekannt für klare Worte und provokante Positionen in den sozialen Medien. Genau das, so der Tenor des Abends, braucht dieses Land jetzt: Ehrlichkeit statt Beschwichtigung.

Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt nach unten, das Bildungssystem ist eine Dauerbaustelle, innere und äußere Sicherheit sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Gleichzeitig gerät die Meinungsfreiheit zunehmend unter Druck, während eine explodierende Staatsverschuldung kommende Generationen belastet – ohne deren Lebensrealität spürbar zu verbessern.

Alexander Steffen kritisierte insbesondere den politischen Kurs der Bundesregierung scharf: „Bundeskanzler Friedrich Merz wird mit der teuersten Wahlkampflüge in die Geschichte eingehen: 900 Milliarden Euro neue Schulden – nachdem er vor der Wahl das Einhalten der Schuldenbremse beschworen hat.“

Trotz jährlicher Steuereinnahmen von rund einer Billion Euro gelingt es dem Staat nicht, mit den vorhandenen Mitteln auszukommen. Weitere Umverteilung – etwa durch höhere Belastungen sogenannter Superreicher – löst das Problem nicht, sondern verschärft es. Ohne grundlegende Reformen bleibt das System ineffizient und überfordert. Steffen brachte es auf den Punkt: „Der Staat soll sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren – und mich ansonsten in Ruhe lassen.“

Auch das Rentensystem sei in seiner jetzigen Form nicht zukunftsfähig. Finanz- und Wirtschaftskompetenz, Aktienwissen und Medienkompetenz müssten endlich verpflichtender Teil schulischer Bildung werden. Eine lebendige Demokratie brauche Streitkultur – doch die Fähigkeit zuzuhören und andere Meinungen auszuhalten gehe zunehmend verloren.

Kritisch äußerte sich Steffen auch zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk: In seiner aktuellen Ausgestaltung werde er seinem neutralen Bildungsauftrag nicht mehr gerecht. Statt Information dominiere Meinung. Zudem sei es dringend erforderlich bereits in den Schulen Medienkompetenz zu vermitteln, um den Herausforderungen der rasanten Entwicklungen in Social-Media und KI gerecht zu werden.

Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits spürbar: Unternehmen verlassen das Land, Insolvenzen nehmen zu, Investitionen bleiben aus. Ohne eine starke Wirtschaft ist der Sozialstaat nicht finanzierbar. Mit einer Staatsquote von rund 50 Prozent werde zudem Innovation systematisch ausgebremst.

Die zentrale Botschaft des Abends: Deutschland braucht eine starke liberale Kraft der Mitte, die diese Missstände klar benennt und Lösungen anbietet. Die politischen Ränder sind keine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit.

In der anschließenden Diskussion betonte die Bezirksvorsitzende der Liberalen Frauen, Andrea Wolff, dass viele Menschen diese liberalen Positionen teilen – wie die großen Reichweiten liberal geprägter Podcasts zeigen. Die entscheidende Frage sei jedoch: Warum werden diese Werte nicht mehr mit der FDP verbunden – und wie gewinnen wir dieses Vertrauen zurück?

In Kürze starten die Liberalen Frauen Aachen mit einem Liberalen Literaturabend, der für alle Interessierten offen ist.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.liberale-frauen-aachen.de

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