Strompreise runter – Reserve rauf
29. Januar 2026
Brockes (FDP): Kraftwerksreserve aktivieren statt teurer Ideologie

Dietmar Brockes MdL, Sprecher für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie Bergbausicherheit, Sprecher für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Forsten und ländliche Räume. Foto: FDP
Düsseldorf. In ihrem Antrag „Kurzfristig günstigere Strompreise für die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft – Eine kosteneffizientere Alternative zum Industriestrompreis“ (Drs. 18/17464) fordert die FDP-Landtagsfraktion NRW den Einsatz von Reservekraftwerken zur kurzfristigen Senkung der hohen Strompreise. Die Initiative wird heute im Landtag beraten.
Dazu erklärt Dietmar Brockes, energiepolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:
„Die in der Reserve vorgehaltenen Kohlekraftwerke müssen zurück an den Strommarkt. Das wäre eine schnell umsatzbare und kurzfristig wirksame Maßnahme gegen die hohen Energiepreise, ein unkomplizierter marktwirtschaftlicher Weg zu bezahlbarem Strom und ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit. Diese Kraftwerke sind jederzeit einsatzbereit, Verbraucher und Unternehmen bezahlen über die Netzentgelte dafür – aber sie dürfen keinen Strom liefern. Das ist energiepolitischer Irrsinn und treibt die Preise in Dunkelflauten unnötig nach oben. Die Reservekraftwerke ans Netz zu nehmen, wäre auch eine sofort umsetzbare Alternative zum teuren und unfairen Industriestrompreis, die ohne milliardenschwere Subventionen und ohne neue Bürokratie auskommt.
Der Einsatz der Reservekraftwerke gefährdet auch nicht die europäischen Klimaziele, denn der CO₂-Ausstoß ist ohnehin durch den europäischen Emissionshandel gedeckelt. Mehr Angebot senkt den Preis, ideologisch motivierte Ausstiegsdaten treiben ihn hoch. Wir Freie Demokraten wollen jetzt Menschen und Industrie entlasten, Versorgungssicherheit herstellen und Zeit gewinnen, bis neue steuerbare Kapazitäten, etwa Gaskraftwerke, tatsächlich verfügbar sind.“
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